<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302</id><updated>2011-09-16T05:35:52.221-07:00</updated><title type='text'>Bündnis Madstop</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>13</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-339512600547193104</id><published>2011-09-16T05:06:00.000-07:00</published><updated>2011-09-16T05:35:52.268-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;font-size:130%;" &gt;Der Papst in Berlin? What the fuck!&lt;/span&gt;
&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am 22. September 2011 wird Joseph Aloisius Ratzinger Berlin besuchen. Das verdiente an sich keine große Aufmerksamkeit, wenn er nicht von vielen hundert Millionen Verblendeten als »Benedictus PP. XVI«, Stellvertreter eines übermenschlichen Wesens auf der Erde angesehen und verehrt würde. Der Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche steht für ein erzreaktionäres Weltbild: Frauen sind aus Sicht des Katholizismus keine gleichwertigen Menschen, Lesben und Schwule werden als »Sünder
« diffamiert. Die repressive Sexualmoral der katholischen Kirche, wie das Verbot von Verhütungsmitteln, Kondomen und außerehelichem Sex, verursacht weltweit Leiden und Diskriminierung bis hin zu körperlicher Gewalt. Die Versöhnung mit Vertretern der Pius-Bruderschaft, die den Holocaust leugnen, im Jahr 2009 hat uns die antisemitischen Tendenzen des Papstes verdeutlicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wir wollen eine
herrschaftsfreie Gesellschaft nicht erst im Paradies, sondern jetzt – und das bedeutet, sich unter anderem gegen Sexismus, Homophobie, Transphobie, Antisemitismus, Rassismus zu wenden, gerade dann, wenn sie von einem »ehrwürdigen« alten Mann mit zu viel Macht propagiert werden. Bis zur Verwirklichung der befreiten Gesellschaft ist es noch ein steiniger Weg, die katholische Kirche ist dabei jedoch
einer der größeren Brocken, die im Weg liegen. Wir nehmen den Besuch dieses Menschen
also zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, an der katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen
Veranstaltungen zu verdeutlichen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Als ob dies nicht genug wäre, behelligen unshttp://www.blogger.com/img/blank.gif
am Samstag vor dem Papstbesuch auch christliche Fundamentalist_Innen mit ihrem »1000
Kreuze Marsch« gegen Abtreibung und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Auch
diesen Aufmarsch gilt es, aufzuhalten. und wie jedes Jahr, 1000 Kreuze in die Spree zu werfen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Tiefere Einblicke in die Abgründe des System Kirche und die ganz besonders reationären Auswüchse "UNSERES" Papstes gewähren uns Referenten vom "What the Fuck!"-Bündnis &lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;am Freitag den 16.09. um 20 Uhr im Leander (Benkertstr. 1 Potsdam).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Präsentiert von Ak_Antifa_Potsdam
in Kooperation mit Queer im 1/4 e.V. und Bündnis Madstop &amp;
dem &lt;a href="whatthefuck.blogsport.de"&gt;What-the-Fuck-Bündnis&lt;/a&gt; &lt;br&gt; &lt;br&gt;

&lt;object style="height: 390px; width: 640px"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kTxKop1mzrc?version=3"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/kTxKop1mzrc?version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="640" height="390"&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-339512600547193104?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/339512600547193104/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2011/09/der-papst-in-berlin-what-fuck-am-22.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/339512600547193104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/339512600547193104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2011/09/der-papst-in-berlin-what-fuck-am-22.html' title=''/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-3857323979919798344</id><published>2011-08-19T14:45:00.001-07:00</published><updated>2011-08-19T15:12:12.774-07:00</updated><title type='text'>20. Juli 1944 – Gegen die Lüge vom Widerstand!</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: arial; color: rgb(255, 255, 255);font-family:Garamond;font-size:130%;center"  &gt; Heute soll hier – zum wiederholten Male – des 20. Juli 1944 gedacht werden, jener gescheiterten Verschwörung von Angehörigen der traditionellen preußisch-deutschen militärischen Eliten mit dem Ziel, den Reichskanzler Adolf Hitler zu ermorden und ein autoritäres Regime zu errichten, das möglichst große Teile der deutschen Kriegseroberungen sichern und die Beseitigung der Grundlagen des deutschen Militarismus und die Schaffung der Möglichkeit demokratischer Entwicklungen in Deutschland verhindern sollte.Dass es sich bei den Attentätern vom 20. Juli 1944 und den meisten in ihre Pläne Eingeweihten keineswegs um Widerstandskämpfer gegen Vernichtungskrieg und Unterdrückung gehandelt hat wird offensichtlich, wenn man fast genau einen Monat zurückblickt. Am 22. Juni jährte sich der deutsche Überfall auf die Sowjetunion zum 70. Mal. Männer wie Tresckow, Stauffenberg, Schulenburg u.a. haben diesen Eroberungs- und Vernichtungskrieg geplant, vorbereitet und geführt. Die Ermordung von Millionen von Slawen und JüdInnen, die Ausrottung der osteuropäischen Intelligenz und die Versklavung der Überlebenden war ihnen nicht nur bekannt, nein sie wurde von ihnen, z.B. mit der Umsetzung des sog. „Kommissarbefehls“, selbst tatkräftig betrieben und oft genug ausdrücklich begrüßt. Während Johann Georg Elser erkannte, dass er den Führer der Deutschen töten müsse, um einen Krieg, wie er schrecklicher noch nie geführt wurde, zu verhindern, entwickelten die „Männer des 20. Juli“ Aufmarsch- und Operationspläne für diesen Krieg. Zur gleichen Zeit, da deutsche AntifaschistInnen in Konzentrationslager verschleppt und gequält wurden, begrüßten sie das Ende des „Weimarer Chaos“, die Zerschlagung der Demokratie. Als die „Endlösung der Judenfrage“ vorbereitet wurde, zeigten sie sich angewidert von der Existenz der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa. Gegen den verzweifelten Kampf der PartisanInnen in den Wäldern Weißrusslands, im französischen Maquis und in den Bergen des Balkan um das Überleben der von den deutschen Herrenmenschen zur Vernichtung Auserkorenen führten sie einen Krieg der verbrannten Erde. Erst als absehbar war, dass die Armeen der Antihitler-Koalition nach Deutschland vorstoßen und das 3. Reich zerschlagen würden und sie fürchten mussten dass sie damit ihrer gesellschaftlichen Positionen und traditionellen Privilegien verlustig gehen würden, entschlossen sich Stauffenberg und Co. zum Attentat. Dieses scheiterte, nicht weil jene, die zuvor ganz Europa in Schutt und Asche gelegt hatten und Millionen ermorden ließen, zu blöd waren, einen einzelnen Mann zu töten. Der Umsturz scheiterte, weil sie das „Unternehmen Walküre“ nur als Täuschungsmanöver planten, weil sie sich nicht trauten, einen Aufstand und nicht nur eine Verschwörung zu organisieren, weil sie Angst vor einem neuen November 1918 hatten, weil ihnen die Demokratie noch verhasster war als die Diktatur der NSDAP. Der Wiederaufbau der Garnisonkirche ist schwieriger zu legitimieren, als zum Beispiel der des Stadtschlosses. Handelte es sich doch hier nicht nur um ein&lt;span&gt;  &lt;/span&gt;Monument der preußischen Militäraristokratie und ihrer religiösen Gebräuche, sondern vor allem um den Ort, an dem die traditionellen preußisch-deutschen Eliten am „Tag von Potsdam“ ihr Bündnis mit der NSDAP und die Machtübergabe an diese öffentlich besiegelten. Das Vorhaben des Wiederaufbaus der Garnisonkirche war und ist deshalb mit dem Verdacht konfrontiert, dass es sich hier um ein Projekt verbohrter alter Nazis handele (wofür die Traditionsgemeinschaft „Potsdamer Glockenspiel“ aus Iserlohn, auf die das Wiederaufbauvorhaben ursprünglich zurückgeht, auch alles tat, z.B. mit ihrem Eintreten für ein Deutschland in den Grenzen von 1937). Aus diesem Grunde wurde das Projekt des Wiederaufbaus lange als „Versöhnungskirche“ bezeichnet, wurde behauptet, dass man hier einen Ort schaffen wolle, an dem die Kriegsgegner der Vergangenheit um einer gemeinsamen Zukunft willen im Gebet zusammenkommen könnten. Doch trotz aller Propaganda, trotz massiver staatlicher Anschubfinanzierung und Unterstützung will die Spendensammlung für die Garnisonkirche nicht vom Fleck kommen. Auch wenn sie nicht verstehen warum, so wird doch den Betreibern des Wideraufbaus der Garnisonkirche klar, dass es eine von den Mördern dekretierte Versöhnung mit den Opfern nicht geben kann. Geld für den Wiederaufbau kommt, sofern es nicht öffentliche Gelder sind, nur von Menschen, die sich ideologisch dem vor- und undemokratischen Preußentum verbunden fühlen. Das von der Traditionsgemeinschaft gesammelte Geld steht für den Wiederaufbau nicht zur Verfügung und andere Geldquellen ließen sich bisher nicht auftun. Und so lässt man Stück für Stück Versöhnung und internationale Begegnung fallen, und nähert sich wieder jenen an, die hier ungebrochen eine Weihestätte des Militarismus und Preußentums wiedererrichten wollen. Mit der kürzlich vorgenommenen Einweihung der temporären Kapelle am Standort der Garnisonkirche, in deren Zentrum ein preußischer Feldaltar steht, wurde klar, wohin die Reise gehen soll: Nein, die Garnisonkirche soll kein Ort der NS-Nostalgie und des Hitlerkultes werden. Sie soll der Verehrung einer idealisierten autoritären, militaristischen preußisch-deutschen Vergangenheit dienen, einer Vergangenheit, in der zwar die Grundlagen für das 3. Reich gelegt wurden, die von diesem jedoch selbst unterschieden werden muss. Einer Vergangenheit, die von den Antisemiten und Kriegsverbrechern, den „Männern des 20. Juli 1944“, symbolisiert werden soll. Und dies ist für uns heute und in Zukunft Anlass genug, laut und deutlich zu sagen:     &lt;div class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph"&gt;NEIN! MIT UNS NICHT! DIESE PLÄNE STÖREN WIR GERNE!&lt;/div&gt;    &lt;div class="MsoNormal" style="text-align:justify;text-justify:inter-ideograph"&gt; &lt;/div&gt;    &lt;div class="MsoNormal" style="margin-left:247.8pt;text-indent:35.4pt"&gt;Potsdam, den 20. Juli 2011&lt;/div&gt;    &lt;div class="MsoNormal" style="margin-left:247.8pt;text-indent:35.4pt"&gt;Bündnis &lt;span class="il"&gt;Madstop&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;    &lt;div class="MsoNormal" style="margin-left:247.8pt;text-indent:35.4pt"&gt;P.S. Wir kommen wieder!&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-3857323979919798344?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/3857323979919798344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2011/08/20-juli-1944-gegen-die-luge-vom.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/3857323979919798344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/3857323979919798344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2011/08/20-juli-1944-gegen-die-luge-vom.html' title='20. Juli 1944 – Gegen die Lüge vom Widerstand!'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-7489318675770389063</id><published>2010-09-02T07:44:00.001-07:00</published><updated>2010-09-02T08:05:47.170-07:00</updated><title type='text'>Achtung: Rechtsradikale Veranstaltung im Hotel Mercure</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Achtung: Rechtsradikale Veranstaltung im Hotel Mercure

Am 04. September 2010 um 10 Uhr lädt die „Stiftung Preussisches Kulturerbe“ auch dieses Jahr wieder zum Brandenburger Gespräch ein.  Es spricht ein gewisser Menno Aden zum Thema „ Deutscher Patriotismus im heutigen Europa“ im Hotel Mercure Potsdam.
Besagte Person wie auch der Vortrag sind jedoch alles andere als harmlos.
Aden, promovierter Jurist und selbst ernannter Schützer der deutschen Sprache, wenn auch derselben oft nicht mächtig, gehört als Rechtskonservativer zu den Erstunterzeichnern gegen den „Linkstrend“ in der CDU/CSU. Seine politischen Visionen gehen jedoch weit über einen bürgerlichen Chauvinismus hinaus.

Schon sein erstes Buch „Internationales Privates Wirtschaftsrecht“ widmete er u.a. dem Leiter des NS-Justizministeriums  Franz Schlegelberger, der als ranghöchster Angeklagter bei den Nürnberger Juristenprozessen zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. In seinem hymnischen Aufsatz „Franz Schlegelberger - Staatssekretär im Reichsjustizministerium“ stellt er dessen vermeintliche Qualitäten als Mensch heraus. Schlegelberger war jedoch u.a. in das Euthanasieprogramm und die Ermordung des Juden Markus Luftglass persönlich verstrickt.

Des Weiteren ist Aden Vorsitzender des Vereins „Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft“ (SWG), die durch personelle Überschneidungen zu rechtsextremen Organisationen bekannt ist. Mitbegründer und erster Vorsitzender der SWG war Hugo Wellems, der als Referent von Goebbels im Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda arbeitete. Die SWG führte gelegentlich gemeinsame Veranstaltungen mit der rechtsextremen „Gesellschaft für freie Publizistik“ durch – einem Altherrenclub, der beim Verfassungsschutz als mitgliederstärkste rechtsextremistische Kulturvereinigung gilt.

Aden versteckt sich aus Angst vor strafrechtlicher Verfolgung oder gar alliierter Heimzahlung gerne hinter Autoren, die offen ihre Faszination und Hingabe für das Dritte Reich bekennen: So zitiert er den norwegischen Schriftsteller Knut Hamsun, ohne sich in irgendeiner Weise zu distanzieren. Die Passage lautet:
„Ich  bin  dessen  nicht  würdig,  mit  lauter  Stimme  über  Adolf  Hitler  zu  sprechen,  und  zu sentimentaler Rührung  laden  sein Leben und Taten nicht  ein. Er war  ein Krieger,  ein Krieger für die Menschheit und ein Verkünder des Evangeliums vom Recht aller Nationen. Er war eine reformatorische Gestalt von höchstem Rang, und es war sein historisches Schicksal, in einer Zeit der beispiellosen Niedertracht wirken zu müssen, die ich ihn am Ende zu Boden schlug. So wird  der  gewöhnliche  Westeuropäer  Adolf  Hitler  sehen,  und  wir,  seine  treuen  Anhänger, neigen nun unser Haupt angesichts seines Todes.“

Aus seinem Faible für NS-Kriegsverbrecher macht Aden keinen Hehl:
In seinem Artikel „90 jähriger Kriegsverbrecher“ äußert Aden über Josef Scheungraber, der als Wehrmachtssoldat für die Ermordung von zehn italienischen Zivilisten 1944 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, sein „Mitleid mit dem Täter, von dessen Schuld wir mit dem LG München einmal ausgehen wollen“ und verhöhnt dessen Opfer, indem er diese nur pro forma folgendermaßen bedauert: „Wir sollen auch Mitleid mit den Opfern bekunden, wie das heute üblich ist.“
Aden verteidigt den faschistischen Terror auch durch den Versuch einer Rehabilitierung der NS-Gesetzgebung : „Gesetze und Verordnungen der NS-Zeit waren als  solche in Ordnung!“
In gleicher Weise wetterte er gegen die Strafverfolgung Demjanuks.

Er zitiert Goebbels unkommentiert, beschreibt Hitler lediglich als „unseren damaligen Staatschef“, bezeichnet den Siegesfeldzug Nazideutschlands gegen Frankreich als „genial“ und als Voraussetzung dafür, dass Deutschland in der Welt heute so anerkannt sei.
In seinen Texten verliert er sich in Klageliedern über die „politische Nichtigkeit“ Deutschlands im 18. Jh., deutsche Kolonielosigkeit, die Tatsache nach dem 1. WK,„territorial schmerzhaft beschnitten“ worden zu sein,  „diskriminierte und nicht selten misshandelte Deutsche“ in Polen und Böhmen, die „an unseren Grenzen nagenden Nachbarn“ und nicht zuletzt „die Schmach von Versailles“. Dennoch, so Aden, wären die zwei verlorenen Weltkriege ein „Fingerzeig Gottes“ gewesen:
„Nun jedoch trat Deutschland in neuer Form und als weitgehend souveräner Staat neu ins Licht der Weltpolitik.“ Heute, endlich, habe es Deutschland zu Ansehen in der Welt gebracht und gilt als Vorreiter für: „Rechtsstaatlichkeit, Pazifismus, Völkerverständigung...“

Aus Angst vor alliierten Vergeltungsmaßnahmen jedoch, mahnt Aden zur Vorsicht: „Der Sieger zweier Weltkriege ist stark genug, uns wieder zu erledigen – und dann ganz. (...) Solange aber diese Möglichkeit (ein 3. WK gegen! Deutschland, Anm. d. V.) in der einen oder anderen Weise, wenn auch nicht als heißer, so als Knebelungskrieg, über uns schwebt, müssen wir Deutschen  uns mit  dem Ausdruck  nationaler Würde  zurückhalten. Die einzige Möglichkeit, deutsche Zukunft zu sichern, besteht heute darin, dass wir Freunde insbesondere außerhalb des Kreises  unserer Weltkriegsgegner suchen. Still sein! Wir müssen uns damit abfinden, dass wir die  Zwangsarbeiter entschädigen müssen, ohne an die deutsche Zwangsarbeiter erinnern zu dürfen. (...)Der gegenwärtige und absehbare weitere Machtverfall der USA lassen aber hoffen, dass es bei uns nicht so lange dauern wird. Wir Deutschen könnten also schon einmal etwas üben, wieder aufrecht zu gehen.“

Menno Aden liefert ein ganzes Repertoire an Geschichtsrevisionismus, Neofaschismus, NS-verherrlichung, Deutschtümelei und Rechtsradikalismus. Auch in seinem Vortrag, „Deutscher Patriotismus im heutigen Europa“, den Aden bereits am 09.05.2009 in Berlin gehalten hatte, meint er, es sei „verfassungswidrig“, dass Deutschlandkarten aufgehängt werden, „auf  denen  jenseits der Oder- Neiße-Linie die Welt aufhört“. „Ganz nüchtern und unideologisch“ fordert Aden am Ende des Vortrags „Eigentum in diesen Gebieten zu erwerben“, denn: „Ein Haus im ehemaligen deutschen Kulturbereich  kaufen, es auf deutsche Weise  pflegen und  den Garten bestellten -  das ist deutsch, es zu tun im deutschen Sinne patriotisch“.

Die zutiefst revanchistische, rechtsradikale Veranstaltung im Hotel Mercure  zeigt wieder einmal, welches Erbe die „Stiftung Preussisches Kulturerbe“ antritt und welche Traditionen der „Traditionsverein Potsdamer Glockenspiel“ fortführen will. Mitnichten handelt es sich bei dem Versuch, die Garnisonkirche wiederaufzubauen, darum, einen Ort der Nächstenliebe, Menschenrechte oder Versöhnung zu schaffen. Im Gegenteil: Geschichtsrevisionismus und deutschnationale Selbstbeweihräucherung sollen hier salonfähig gemacht und zementiert werden.


Wir fordern das Hotel Mercure auf, die Veranstaltung mit Menno Aden abzusagen!

Menno Adé! Keine rechtsradikalen Auftritte in Potsdam!

Nie wieder Nationalsozialismus! Nie wieder Preussen! Nie wieder Deutschland!



Treffpunkt: 9.30 Uhr Alter Markt
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-7489318675770389063?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/7489318675770389063/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/09/achtung-rechtsradikale-veranstaltung-im.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/7489318675770389063'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/7489318675770389063'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/09/achtung-rechtsradikale-veranstaltung-im.html' title='Achtung: Rechtsradikale Veranstaltung im Hotel Mercure'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-6803703562673149238</id><published>2010-08-27T17:19:00.000-07:00</published><updated>2010-08-27T17:27:27.578-07:00</updated><title type='text'>No Al-Quds – Gegen Islamismus und Antisemitismus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/THhXFrQ8TjI/AAAAAAAAABU/1dQFz1kVxa0/s1600/al_quds_mobilisierung.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 230px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/THhXFrQ8TjI/AAAAAAAAABU/1dQFz1kVxa0/s320/al_quds_mobilisierung.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510249899112549938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;

&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am 4. September 2010 demonstrieren in Berlin Islamist_innen, Neonazis und antizionistische Linke für die „Befreiung Jerusalems“, also für die Zerschlagung des jüdischen Staates Israel. Die Berliner Demonstration ist Teil des internationalen „Al-Quds-Tages“, an dem das iranische Mullahregime seinen reaktionären Kulturkampf in die Welt trägt. In diesem Jahr ruft ein Bündnis antifaschistischer Gruppen auf, der gruseligen Propagandashow entgegenzutreten.
&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Der Mobi-Vortrag am Dienstag den 31.08.10 im Black Fleck (Zeppelinstraße 26) wird sich inhaltlich mit dem „Al-Quds-Tag“, dem Iran und dessen Antisemitismus als staatstragende Ideologie auseinandersetzen. Als Abschluß soll die Situation in Berlin betrachtet und Gegenaktionen vorgestellt werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;/div&gt;
Für weitere Information schaut auf http://akantifapotsdam.blogsport.de/ nach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-6803703562673149238?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/6803703562673149238/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/08/no-al-quds-gegen-islamismus-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/6803703562673149238'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/6803703562673149238'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/08/no-al-quds-gegen-islamismus-und.html' title='No Al-Quds – Gegen Islamismus und Antisemitismus'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/THhXFrQ8TjI/AAAAAAAAABU/1dQFz1kVxa0/s72-c/al_quds_mobilisierung.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-7894120504276717971</id><published>2010-06-27T17:13:00.000-07:00</published><updated>2010-08-27T17:19:12.119-07:00</updated><title type='text'>Platzverweis für die Langen Kerls</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/THhVuQgDh2I/AAAAAAAAABM/-8Yc622rO5w/s1600/lange+kerls.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 260px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/THhVuQgDh2I/AAAAAAAAABM/-8Yc622rO5w/s400/lange+kerls.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510248397279561570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;


Platzverweis für die Langen Kerls

Es war wieder einmal so weit, die Potsdamer Langen Kerls wollten öffentlich auftreten und ihren historisierten Klamauk betreiben.

Doch mit einem fröhlichen Protest, viel guter Laune und lauter Musik wurde ihrem militärischen Unwesen an diesem Samstag wieder ein schnelles Ende bereitet und die schon etwas angegrauten Männer vom Platz geschickt. Kaum hatten sich die Kerls in den Kutschstall verzogen, schaute auch schon die Sonne hinter den Wolken hervor und freute sich mit den Protestierenden…

Nur zum Schluss, als sich die Langen Kerls schon im Kutschstall verkrochen hatten, zeigte die Polizei abermals ihre Verbundenheit mit den feudalen Militärs und prügelte auf die Protestierenden ein. Getreu dem Motto: Gegen Demokraten, helfen nur Soldaten – oder in diesem Fall Potsdamer PolizistInnen. Mit großer Brutalität versuchten sie, die den AntimilitaristInnen eine Lehrstunde in Sachen Demokratie zu erteilen.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Preußen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-7894120504276717971?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/7894120504276717971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/06/platzverweis-fur-die-langen-kerls.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/7894120504276717971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/7894120504276717971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/06/platzverweis-fur-die-langen-kerls.html' title='Platzverweis für die Langen Kerls'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/THhVuQgDh2I/AAAAAAAAABM/-8Yc622rO5w/s72-c/lange+kerls.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-2426016293798852800</id><published>2010-06-20T01:21:00.000-07:00</published><updated>2010-07-01T01:28:35.362-07:00</updated><title type='text'>Die Rückkehr der Langen Kerls</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Rückkehr der Langen Kerls

Es ist wieder soweit: Die "Potsdamer Riesengarde Lange Kerls" ruft anlässlich ihres 20-jährigen Jubiläums zu einer öffentlichen Musterung in Potsdams Innenstadt auf. Das geschichtsrevisionistische Spektakel soll am 19. Juni vor dem Kutschstall am Neuen Markt stattfinden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Die Langen Kerls waren "Seiner Königlichen Majestät Regiment" von Friedrich Wilhelm I., dem so genannten Soldatenkönig. Bereits als 15 jähriger entwickelte das Prinzchen eine Marotte für lange Kerls, welche er als Spielzeugsoldaten auf dem Jagdschloss Wusterhausen halten und zu seiner großen Freude meist ab 5 Uhr morgens stundenlang über den Platz exerzieren lassen konnte. Diese Leibgarde verschlang nicht nur verheerende Summen des königlichen Haushalts; man scheute auch keine Mühe, um die Garde mit allen Mitteln zusammen zu rauben. Große Männer mit Gardemaß (mind. 1,88m) wurden oft, sofern sie nicht freiwillig folgten, des Nachts aus ihren Häusern oder von der Straße weggefangen und zum Dienst gezwungen, weshalb eine Welle von Flüchtlingen Preußen überraschend verließ. Dies wiederum veranlasste Friedrich Wilhelm 1. auch im Ausland nach "Riesen" zu spähen, was ihm erhebliche diplomatische Schwierigkeiten und gar Kriegsdrohungen bescherte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Auch wenn das Regiment eine reine Paradegruppe war, welche eher aus ästhetischen Erwägungen zusammengestellt wurde, stehen die Langen Kerls für die preußischen "Tugenden" Disziplin, Sauberkeit und (Kadaver-)Gehorsam sowie für die Unterordnung des Einzelnen unter den Militärstaat, der seine Untertanen anhand von Tauglichkeit und Verwertbarkeit klassifiziert und alle vermeintlich Anderen ausschließt. Dieses erfährt seine Kontinuität im Nationalsozialismus.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Seit 1990 nun macht es sich der militärhistorische Traditionsverein "Potsdamer Riesengarde `Lange Kerls` e.V." zur Aufgabe den allgegenwärtigen Zwang im militaristischen Preußenstaat folkloristisch zu verklären und marschiert "zum Zwecke der lebenden Geschichte und erfreuenden Erbauung der geneigten Zuschauerschaft (...) durch Potsdam, Deutschland und die Welt."&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Die Darbietungen der Langen Kerls e.V. sind genauso historisch korrekt und wunderschön wie der derbe Alltag im militaristischen Preußenstaat angenehm war. Ihr Treiben ist eine von vielen Zustimmungen, die nach der deutschen Wiedervereinigung und nach jahrelanger Verbannung Preußens seit seiner Auflösung durch die Alliierten 1947 wieder laut werden und sich positiv auf Deutschland und seine Geschichte beziehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Knüpfen wir an &gt;unsere&lt; Tradition an und machen wir ihnen die Hölle heiß - keine Langen Kerls in Potsdam! Auf dass sie 10 weitere Jahre brauchen, um sich wieder in die Innenstadt zu trauen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nie wieder Preußen! Nie wieder Nationalsozialismus! Nie wieder Deutschland!&lt;/span&gt;

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-2426016293798852800?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/2426016293798852800/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/06/die-ruckkehr-der-langen-kerls_20.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/2426016293798852800'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/2426016293798852800'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2010/06/die-ruckkehr-der-langen-kerls_20.html' title='Die Rückkehr der Langen Kerls'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-5121990133748403887</id><published>2009-04-19T07:31:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T07:39:24.764-07:00</updated><title type='text'>Veranstaltungsreihe:  Deutsche Erinnerungsabwehr und Nichtentschädigung der NS-Sklavenarbeit</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBzWk1NYXYI/AAAAAAAAAAU/N9bUkkRniyA/s1600/madstop_deutsche-erinnerungsabwehr_gross.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 283px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBzWk1NYXYI/AAAAAAAAAAU/N9bUkkRniyA/s400/madstop_deutsche-erinnerungsabwehr_gross.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484494374477258114" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;


&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2009 ist das «Supergedenkjahr» in der Bundesrepublik Deutschland, der  Beginn des 2. Weltkrieges, die Gründung der beiden deutschen Staaten und  der Mauerfall jähren sich zum 70., 60. und 20. Mal. Gefeiert wird dabei  hinsichtlich des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges der  Abschluss der Aufarbeitung der Vergangenheit. Stolz klopfen sich die  Deutschen auf die Schultern: man ist zwar nicht Fußball- aber doch  Aufarbeitungsweltmeister und schickt Experten los, die weltweit  erklären, wie so eine Vergangenheit aufzuarbeiten wäre. Doch auch wenn  in Gedenkveranstaltungen wortreich die «in deutschem Namen» begangenen  Verbrechen bedauert werden und die Versöhnung mit den ehemaligen  Kriegsgegnern gefeiert wird, versuchen die Bundesrepublik (als  Rechtsnachfolger des NS-Staates) und die deutsche Wirtschaft mit aller  Kraft, sich den materiellen Konsequenzen aus den nationalsozialistischen  Verbrechen zu entziehen, von denen z.B. im Fall der Zwangsarbeit  NS-Staat und Wirtschaft gleichermaßen profitierten. Aktuell z.B. bemüht  die Bundesregierung den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, um die  Ansprüche griechischer und italienischer Opfer des Nationalsozialismus,  die vor griechischen und italienischen Gerichten erfolgreich geklagt  haben, abzuwehren.

&lt;strong&gt;Zwangs- und Sklavenarbeit im  Nationalsozialismus&lt;/strong&gt;
Die während des 2. Weltkrieges in  Deutschland und in den von Deutschen besetzten Gebieten zur Arbeit  gezwungenenen Menschen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen: In  Zwangs- und in Sklavenarbeiter_Innen. Als absehbar war, dass der Zweite  Weltkrieg eben nicht als «Blitzkrieg» von den Deutschen in kurzer Zeit  siegreich beendet und die deutsche Wirtschaft lange kriegsbedingt unter  einem erheblichen Arbeitskräftemangel leiden würde, entschlossen sich  Wirtschaft und Staatsführung, diesen Arbeitskräftemangel durch  ausländische Arbeiter_Innen aus den von Deutschland überfallenen Ländern  auszugleichen. Diese Arbeiter_Innen wurden zwangsweise zur Arbeit in  Deutschland verpflichtet, teilweise aber auch als formell freiwillige  Arbeiter_Innen, oft unter falschen Versprechungen und durch  Erpressungen, angeworben. In der Behandlung der ZwangsarbeiterInnen gab  es rassistisch abgestufte Unterschiede vor allem zwischen West- und  Osteuropäer_Innen. Für die Beschreibung der Zwangsarbeit von Sinti,  Roma, Jüd_Innen in den Konzentrationslagern findet heute auf Initiative  von Opferverbänden der Begriff Sklavenarbeit Verwendung. Der Verweis auf  die antike Sklavenhaltergesellschaft ist zwar irreführend, doch mit dem  Hinweis auf den Status «Sklave = menschliches Eigentum» soll auf die  besondere Situation dieser Häftlinge hingewiesen werden. Die  Sklavenarbeiter_Innen waren Eigentum der SS. Der Zweck ihrer Arbeit  bestand in ihrer Vernichtung. Während Zwangsarbeiter_Innen eine Chance  auf Überleben eingeräumt wurde, war das für die deportierten Jüd_Innen,  Sinti und Roma nicht vorgesehen. Der Zweck ihrer Arbeit war zunächst  sinnlos. Zu «Parasiten am deutschen Volkskörper» stigmatisiert, wurden  sie durch extrem schwere körperliche Arbeit, wie z.B. dem sinnlosen  Aufschichten und Abtragen von Mauern, gequält und gedemütigt. Diese  «Erziehung zur Arbeit», zur produktiven, «ehrlichen» Arbeit, wie der  Antisemit sie als Gegenstück zur «jüdischen, raffenden» Arbeit  halluziniert, war direkt mit der «Vernichtung durch Arbeit» verknüpft.  Erst angesichts des durch die gesteigerte Kriegsproduktion und den Abzug  von Arbeitskräften an die Weltkriegsfronten bedingten  Arbeitskräftemangels wurde begonnen, die Arbeitskraft der  Sklavenarbeiter_Innen «effektiv» und «sinnvoll» auszubeuten.
Die IG  Farben, die seit 1941 das Buna-Werk in Auschwitz-Monowitz betrieb, hatte  Vorbildcharakter. Immer mehr Firmen bekundeten Interesse an billigen  Arbeitskräften und traten an die SS heran. Zahlreiche KZ-Nebenlager  entstanden in Nähe zu Industrieanlagen, viele Betriebe wurden neben  bestehenden Konzentrationslagern angesiedelt. NS-Vernichtungspolitik und  kapitalistische Verwertungslogik waren hier auf das Engste miteinander  verknüpft. Neben der Ausbeutung der Sklavenarbeiter_Innen stellten die  Erlöse aus Kleidung, Wertsachen und Zahngold einen Zusatzgewinn für die  deutsche Volkswirtschaft dar. Zwangs- und Sklavenarbeiter_Innen wurden  in allen Wirtschaftsbereichen von der Rüstungsindustrie bis zum  Kleinstbetrieb, von der öffentlichen Verwaltung über die Landwirtschaft  bis zur persönlichen Haushaltshilfe eingesetzt. Mehr als 12 Millionen  Menschen wurden während des 2. Weltkrieges zur Arbeit gezwungen. 1944  wurden an jedem dritten Arbeitsplatz Zwangsarbeiter_Innen verpflichtet.  Alle Zwangsarbeiter_Innen waren vom Zwang zur Arbeit und der permanenten  Drohung von Gewalt und physischer Vernichtung betroffen.
Die während  des Nationalsozialismus akkumulierten Werte ließen die Deutschen nach  der Kapitulation ein Wunder erleben, das als «Wirtschaftswunder» in die  deutsche Erfolgsgeschichte eingehen sollte. Neben den Erlösen aus  Sklavenarbeit und Raub , trug auch der im Krieg erzielte technologische  Fortschritt, z.B. das Wissen aus medizinischen Versuchen an Menschen,  dazu bei, dass das besiegte Deutschland Profiteur der eigenen Verbrechen  werden konnte. Aus Kriegsproduktion wurde Zivilproduktion; aus  NS-Tätern wurden angesehene Bundesbürger und nicht selten wurden die  zuvor in der Verwaltung der Deportationen und Vernichtung tätigen  Beamten mit Fragen der «Wiedergutmachung» betraut. «Entschädigt» wurden  vor allem ehemalige Nazis durch hohe Pensionen. In der Adenauer-Ära  wurden die deutschen Kriegsopfer und «Vertriebene» offiziell als Opfer  des 2. Weltkrieges deklariert. Per Gesetz von 1969 wurden deutsche  «Opfer» «entschädigt», die ihre «redlich (!) erworbenen» Grundstücke  oder Vermögen an Überlebende, die im Zuge der «Arisierung» beraubt  wurden, rückübertragen mussten.
Im «Londoner Schuldenabkommen» von  1953, in dem die Zahlungsverpflichtungen Deutschlands an die westlichen  Alliierten nach dem 2. Weltkrieg verhandelt wurden, war die  Entschädigung von Zwangs- und Sklavenarbeiter_Innen kein Thema. Sie  wurde auf den Zeitpunkt eines Friedensvertrages verschoben, der nach dem  Potsdamer Abkommen nicht geschlossen worden war. Der Wiederaufbau eines  starken wirtschaftlichen und politischen Partners im Kalten Krieg hatte  Priorität.
Von den Opfern der Konzentrationslager, der Zwangs- und  Sklavenarbeit, den Millionen Ermordeten und industriell Vernichteten und  dem damit verbundenen Zivilisationsbruch war im Nachkriegsdeutschland  keine Rede. Für viele Überlebende setzte sich die Diskriminierung im  Land der Täter fort. Zahlreiche Gesetze, die eine Kontinuität der  Ausgrenzung darstellten, blieben erhalten. Auf Klagen einzelner Opfer  verwiesen die deutsche Industrie wie auch die Bundesregierung auf ihre  jeweilige Nicht-Zuständigkeit. Während die deutschen Betriebe ihre  Schuld auf die BRD abschoben mit der Argumentation, die SS hätte Geld  für die Arbeit der mehr als 12 Millionen Menschen erhalten, redete die  Bundesregierung sich mit einem nicht abgeschlossenem Friedensvertrag und  der daraus folgenden Unfähigkeit, Entschädigungszahlungen zu tätigen,  aus der Verantwortung. Die DDR verneinte von Anbeginn die  Rechtsnachfolge zum NS-Staat und begründete damit ihre Nichtzahlung.

&lt;strong&gt;Die  Bundesstiftung «Erinnerung, Verantwortung, Zukunft» &lt;/strong&gt;
Mit  dem Zusammenbruch des Ostblocks und der deutschen Vereinigung 1989/1990  stand die Frage der von Deutschland zu leistenden Reparationen und  Entschädigungen wieder im Raum. Der 1990 zwischen BRD und DDR sowie  Frankreich, den USA, Großbritannien und der Sowjetunion geschlossene  «Zwei-plus-Vier-Vertrag», der das Ende der Rechte der Besatzungsmächte  festlegte und den Weg zur Vereinigung von BRD und DDR freimachte wurde  auf Drängen der Bundesregierung nicht «als Friedensvertrag», sondern  «anstatt eines Friedensvertrages» geschlossen. So hoffte man, die im  «Londoner Schuldenabkommen» auf den Zeitpunkt eines Friedensvertrages,  den der «Zwei-plus-Vier-Vertrag» objektiv darstellte, aufgeschobenen  Ansprüche umgehen zu können. Dennoch gerieten Bundesregierung und  Wirtschaft im Jahr 1998, 53 Jahre nach der Niederlage Nazi-Deutschlands,  auf Grund groß angelegter Sammelklagen in den USA in Zugzwang.  Überlebende Zwangsarbeiter_Innen hatten vor US-amerikanischen Gerichten  geklagt. Diese waren auch nicht abgeneigt, den Kläger_Innen  Entschädigungsansprüche zuzuerkennen. Mit der Beschlagnahme des  Eigentums deutscher Firmen in den USA hätten diese auch befriedigt  werden können. Erstmalig wurde daraufhin in Deutschland eine breitere  Diskussion über mögliche Entschädigungszahlungen geführt. Unter dem  Druck der Sammelklagen entschied sich die Bundesregierung dafür,  «Entschädigungszahlungen» zu leisten. Voraussetzung für mögliche  Zahlungen war aber ein deutsch-amerikanisches Regierungsabkommen, das  Rechtssicherheit deutscher Firmen vor weiteren Klagen beinhaltete. Die  deutsche Wirtschaft, unterstützt von der Bundesregierung, war nur bereit  zu zahlen, wenn damit ein endgültiger juristischer Schlussstrich unter  das Thema Entschädigungszahlungen gezogen werden würde. Nur wenn alle  zukünftigen Klagen abgeschmettert würden, war die deutsche Wirtschaft  bereit, zu zahlen. Zur Abwicklung der Zahlungen wurde die Stiftung  «Erinnerung, Verantwortung, Zukunft» (EVZ) gegründet. 10,1 Milliarden DM  (5,2 Milliarden Euro) wurden ihr zur Verfügung gestellt, jeweils 5,05  Mrd. vom Bund und von der Wirtschaft. Dabei gestanden große Teile der  hiesigen Wirtschaft den Zwangsarbeiter_Innen Geldzahlungen nur aus Angst  vor der Schädigung ihres Rufs auf dem US-amerikanischen Markt zu. Die  Zugeständnisse waren jedoch kein Schuldgeständnis, im Gegenteil: Es  handelte sich ausdrücklich nur um eine freiwillige Zahlung in Form eines  Almosens. Viele Firmen verweigerten sich, etwas zu dem Fond der EVZ  beizutragen. Bis Ende 2006 wurden 4,37 Mrd. Euro an ehemalige  Zwangsarbeiter_Innen und andere NS-Opfer ausgezahlt. Im Juni 2007  erklärte die Stiftung die Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiter_Innen  für abgeschlossen. Dabei liegt der Grund für den «Abschluss» der  Zahlungen nicht darin, dass nun alle ehemaligen Zwangsarbeiter_Innen  Geld erhalten hätten, sondern vielmehr in der bürokratischen  Konstruktion des «Entschädigungsverfahrens», das viele Betroffene vom  Erhalt finanzieller Leistungen ausschloss. Ausgezahlt wurde nämlich nur  an Menschen, die bis 2001 bei der Stiftung oder einer in aller Welt  vorhandenen Partnerorganisation einen Antrag einreichten und ausreichend  beweisen konnten, dass sie in die Kategorie Zwangsarbeiter_In passen,  d. h. in Industrie und in Angelegenheiten des Öffentlichen Rechts  «beschäftigt» gewesen waren. Kriegsgefangene und Landarbeiter_Innen  wurden von vornherein von Zahlungen ausgeschlossen. Gründe hierfür waren  verschieden: Kriegsgefangene auf Grund von Völkerrechtsbestimmungen und  Landarbeiter_Innen erhielten nur Geld, wenn in den verschiedenen  Partnerorganisationen der EVZ noch Geld übrig blieb. Das wurde damit  begründet, dass es den auf Bauernhöfen untergebrachten  Landarbeiter_Innen angeblich relativ gut ging. Der Zwang zur Arbeit  bestand aber trotzdem und tatsächlich wurden auch sie schwer bestraft,  wenn sie die Arbeit verweigerten. Der deutsche Staat behielt sich die  Definitionsmacht darüber vor, wer als Opfer des Nationalsozialismus zu  gelten habe und entmündigte die Opfer als Empfänger einer  «fürsorglichen» staatlichen Wohlfahrtspflege, die selbstredend den  deutschen Volkswohlstand nicht gefährden sollte. Ehemalige  Zwangsarbeiter_Innen waren gezwungen, ihre Zwangsarbeit durch Dokumente  zu belegen. Nach über 50 Jahren noch Beweise zu finden, gestaltete sich  jedoch sehr schwierig. Die Unternehmen, Stadtverwaltungen und die SS  vernichteten einen Großteil der Akten, vieles ging außerdem im  Kriegsgeschehen verloren. Insgesamt bekamen nur 1,6 der mehr als 12  Millionen Zwangs- und Sklavenarbeiter_Innen Geld aus dem Fond der EVZ.  Zahlungen an Zwangsarbeiter_Innen vor 1998 gab es nur sehr vereinzelt  und nur dann, wenn viele schwere Beweise für die Schuld einzelner  Betriebe vorgelegt werden konnten. Einzelne Firmen und auch die  Katholische Kirche gründeten eigene Stiftungen, deren Zahlungen jedoch  recht spärlich ausfielen.

&lt;strong&gt;Zwangsarbeit in Potsdam&lt;/strong&gt;
Auch  die Wirtschaft der Stadt Potsdam war, wie auch im gesamten Deutschen  Reich, auf Kriegsproduktion eingestellt, war von ihr abhängig und  profitierte von ihr. 1939 arbeitete über die Hälfte der Potsdamer  Erwerbstätigen in anerkannten wehrwirtschaftlichen Betrieben. Im Jahr  1944 existierten über 70 Zwangsarbeiterlager in Potsdam. Sie waren über  die gesamte Stadt verteilt. Hinsichtlich ihrer Größe und Ausstattung  unterschieden sie sich stark von einander. Leerstehende Geschäfte,  Wohnungen und Gaststättensäle wurden zur Unterbringung von zivilen  Zwangsarbeiter_Innen genutzt, die hauptsächlich in kleineren Betrieben  und Handwerkerfirmen arbeiten mussten. Größere Firmen wie Maschinenbau  und Bahnbedarf A.G. (früher Orenstein &amp;amp; Koppel), die Arado  Flugzeugwerke, Frieseke &amp;amp; Höpfner und die UfA hatten ihre eigenen  Lager, in denen bis zu 1.000 Zwangsarbeiter_Innen, häufig sowjetische  Kriegsgefangene, untergebracht waren. Zwangsarbeiter_Innen wurden in  allen Bereichen der Wirtschaft eingesetzt.­­ In nahezu jeder  Handwerksfirma Potsdams wurden ausländische Menschen zur Arbeit  gezwungen. Menschen aus den von der deutschen Wehrmacht besetzten ost-  und nordeuropäischen Ländern wurden als private Hausangestellte und  Gärtner_Innen ausgebeutet. Zentrale Behörden und Einrichtungen, die  ihren Sitz oder Teile ihrer Verwaltung in Potsdam hatten, wie das  Deutsche Rote Kreuz, die Reichspost und die Verwaltung der preußischen  Schlösser und Gärten profitierten vom Einsatz der Zwangsarbeiter_Innen.  Der öffentliche Dienst war sowohl Nutznießer als auch Mitorganisator der  Zwangsarbeit. Die Stadtverwaltung Potsdam unterhielt ein eigenes  Zwangsarbeiterlager in der Wiesenstraße 35. Eine eigenständige  Verwaltung für Zwangsarbeiter_Innen wurde innerhalb des Magistrats der  Stadt Potsdam eingerichtet. Insbesondere die städtischen Gas- und  Elektrizitätswerke und die Verkehrsbetriebe setzten ausländische  Arbeiter_Innen ein. Auch zu Arbeiten an der städtischen Infrastruktur  wurden Zwangsarbeiter_Innen eingesetzt. Insgesamt wurden in Potsdam über  16.000 Zwangsarbeiter_Innen ausgebeutet. Etwa 300 von ihnen starben  infolge von Mangelernährung und Infektionskrankheiten, durch  unzulängliche Arbeitschutzbedingungen, durch Suizid oder durch die  Folgen von Misshandlungen. Mindestens 40 Fremdarbeiter_Innen kamen  während der Alliierten Luftangriffe ums Leben, da den meisten der Zugang  zu Luftschutzeinrichtungen verwehrt wurde. Im Jahr 2007 beschloss die  Stadt Potsdam, eine Gedenktafel für die in Potsdam ausgebeuteten  Zwangsarbeiter_Innen zu errichten. Dies führte zu einem Eklat im für den  Text der Gedenktafel zuständigen Kulturausschuss der  Stadtverordnetenversammlung. Die Vertreter von SPD und CDU, Helmut  Przybilski und Eberhard Kapuste, sahen sich nämlich in ihrer Eigenschaft  als «Zeitzeugen» bemüßigt, Jugenderinnerungen daran auszutauschen, wie  gut es den zur Arbeit ins Deutsche Reich verschleppten Menschen doch  gegangen wäre. Jene, die wahrscheinlich von Vernichtungskrieg und  Holocaust nichts gewusst haben wollen, können sich nur zu gut erinnern,  dass die Zwangsarbeiter_Innen in der Landwirtschaft doch ein ganz  angenehmes Leben hatten. Die um finanzielle Unterstützung für die  Gedenktafel angeschriebenen Unternehmen (wie die Deutsche Bahn AG, die  vor wenigen Jahren für die Errichtung ihrer Bahnakademie am Bhf.  Wildpark ein komplett erhaltenes Barackenlager für Zwangsarbeiter_Innen  dokumentationslos abräumen ließ), Nachfolgefirmen der Profiteure der  Zwangsarbeit, lehnten kühl ab und machten klar, dass sie den  Schlussstrich unter die eigene Vergangenheit gezogen haben. Die  Stadtverwaltung Potsdam hat sich mit der Außenwand des Kartoffelpubs in  der Großbeerenstraße einen Ort für die Gedenktafel ausgesucht, an dem  die Preußenseeligkeit vorbeiziehender TouristInnen nicht gestört wird.  Die Stadt Potsdam hat, z.B. in den Verkehrsbetrieben, selbst  ZwangsarbeiterInnen ausgebeutet. Zwangsarbeiter_Innenlager und  –unterkünfte befanden sich dutzendweise auch in der Potsdamer  Innenstadt. Auf einem Schiff in der Alten Fahrt starben in den letzten  Kriegstagen kranke Zwangsarbeiter_Innen, weil die Stadtverwaltung Ihnen  Schutzräume und medizinische Betreuung verwehrte. Unter diesen  Voraussetzungen stellt das Anbringen einer Tafel in der Großbeerenstraße  ein Abschieben der ungeliebten Vergangenheit aus der zur Umwandlung in  eine preußische Repräsentationskulisse vorgesehenen Innenstadt dar. Die  Stadt Potsdam scheint nicht willens zu sein, der Erinnerung an die Opfer  der Zwangsarbeit einen angemessenen Rahmen zu geben. Deutsche Täter wie  Stauffenberg werden zu Widerstandskämpfern gemacht. Für das Gedenken an  sie gibt die Stadt ein millionenschweres Innenstadtgrundstück, um auf  ihm die als Versöhnungszentrum deklarierte Garnisonkirche wieder  aufzubauen, in der dann auch dem «Deutschen Widerstand» gedacht werden  soll. Für ein Gedenken an die Zwangsarbeiter_Innen plante die Stadt  hingegen 200 Euro ein, die sie in einer Sammelaktion von den  Stadtverordneten erbetteln wollte. Das Schlagwort deutscher  Gedenkpolitik ist «Versöhnung». Dabei diktiert Deutschland die  Bedingungen, unter denen die Opfer des deutschen Vernichtungskrieges  sich mit den Nachkommen der Täter versöhnen dürfen und eine der  wichtigsten dieser Bedingungen ist: es darf nichts kosten. Darin liegt  eine erneute Beleidigung der Opfer des deutschen Faschismus. ¶
&lt;/div&gt;
&lt;i&gt;Bündnis  Madstop, April 2009&lt;/i&gt;
unterstützt vom ASTA Uni Potsdam&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-5121990133748403887?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/5121990133748403887/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2009/04/veranstaltungsreihe-deutsche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/5121990133748403887'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/5121990133748403887'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2009/04/veranstaltungsreihe-deutsche.html' title='Veranstaltungsreihe: &lt;br&gt; Deutsche Erinnerungsabwehr und Nichtentschädigung der NS-Sklavenarbeit'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBzWk1NYXYI/AAAAAAAAAAU/N9bUkkRniyA/s72-c/madstop_deutsche-erinnerungsabwehr_gross.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-5404681328392153038</id><published>2009-03-15T07:42:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T08:41:34.797-07:00</updated><title type='text'>Vertriebene vertreiben!</title><content type='html'>&lt;h2&gt;"Sie wollten heim ins Reich, wir schickten sie"&lt;/h2&gt;Am 26.3.09 um  19.00 Uhr wird Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen,  einen zweiten Versuch starten, um einen Vortrag in Potsdam zu halten.  Beim ersten Mal im Mai 2008 wollte sie ihre Vortragsreihe zur  Siedlungsgeschichte der Deutschen in Ostmitteleuropa an der Universität  Potsdam beginnen. Damals musste sie unter heftigem Protest und von  Wasserbomben „betroffen“, unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen.  Daraufhin sagte Steinbach eingeschnappt die gesamte Veranstaltungsreihe  ab. Die alternative Vertreibungsaktion löste europaweit ein Medienecho  aus, doch anders als in Deutschland war die Berichterstattung gegenüber  dem Protest im europäischen Ausland eher positiver Natur.


&lt;strong&gt;Weshalb  die ganze Aufregung?&lt;/strong&gt;

Frau Steinbach ist die Vorsitzende  eines nach dem Zweiten Weltkrieg von hochrangigen Nazis gegründeten  Verbandes. Dessen Mitglieder erkennen zum großen Teil bis heute nicht  die deutschen Ostgrenzen an. Steinbach selbst stimmte 1990 im Bundestag  ebenfalls gegen die Oder-Neiße-Grenze. Das Welt- und Geschichtsbild des  Bundes der Vertriebenen (BdV) wird an der Person seiner Vorsitzenden  deutlich: Erika Steinbachs Vater war als Offizier der  nationalsozialistischen Wehrmacht in Polen stationiert und floh mit dem  Großteil der deutschen Bevölkerung vor der Roten Armee gen Westen.  Später wurden, geregelt durch das Potsdamer Abkommen, auch die übrigen  Teile der noch in den Ostgebieten lebenden deutschen Bevölkerung,bis auf  wenige, die nachweisen konnten Antifaschisten zu sein, ausgesiedelt.  Wenn dies den Polen heute als menschenrechtswidriger Akt der Vertreibung  vorgeworfen wird, dann wird klar, dass der BdV unter dem Recht auf  Heimat das Recht deutscher Herrenmenschen auf Ausbeutung, Versklavung  und Ausrottung anderer "Völker" versteht.

Steinbach treibt aber  auch auf anderen Themenfeldern ihr Unwesen. So kämpft sie u.a. aktiv  gegen die Gleichstellung von Homosexuellen und trat aus der hessischen  evangelischen Kirche, welche die gleichgeschlechtliche Ehe anerkannte,  konsequenterweise aus. Diese Person wurde von der Jungen Union zu einem  Vortrag auf das Gelände des Hauses für preußisch-brandenburgische  Geschichte eingeladen. Sie steht damit exemplarisch für die  Etabliertheit von rechtem und revisionistischem Gedankengut in der sich  selbst ernannten "Mitte der Gesellschaft".

Deshalb lasst uns dem  revisionistischen Pöbel wieder die Hölle heiß machen und versuchen, den  rechten Konsens zu brechen!



&lt;strong&gt;26.3.2009 //  RESTAURANT "La Mage" (POTSDAM) // KUTSCHSTALL // NEUER MARKT // 19.00  Uhr&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-5404681328392153038?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/5404681328392153038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2009/03/vertriebene-vertreiben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/5404681328392153038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/5404681328392153038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2009/03/vertriebene-vertreiben.html' title='Vertriebene vertreiben!'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-5626395652935165966</id><published>2008-06-10T08:43:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T09:51:04.256-07:00</updated><title type='text'>Preußische Toleranz</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBzmx7kXenI/AAAAAAAAAAk/rV09XaiBfLw/s1600/preussen_plakat_08.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 283px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBzmx7kXenI/AAAAAAAAAAk/rV09XaiBfLw/s400/preussen_plakat_08.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484512191708625522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am 23. Juni 1968 wurden in Potsdam die Reste der Garnisonkirche  gesprengt. Damit wurde ein Bauwerk beseitigt, welches eines der  bedeutensten Symbole des preussischen Militär-Feudalismus war. Errichtet  wurde die Garnisonkirche auf Veranlassung des preußischen Königs  Friedrich Wilhelm I. zu dem Zweck, "eine Versammlungshalle für die  geistig-moralische Züchtigung der Soldaten" zu sein. Bis zum 1.Weltkrieg  diente das Haus zur Ausrichtung der großen Siegesfeiern der Preußischen  Armee. Außerdem wurde die Ausstellungshalle für die in verschiedenen  Kriegen erbeuteten Trophäen genutzt, um aller Welt die militärische  Machtfülle, den Herrschaftsanspruch und Überlegenheit des Preußentums zu  demonstrieren Sie stand symbolisch für die Verquickung von Adel,  Militär und evangelischer Kirche, das Bündnis aus Dumpfheit, Reaktion  und Unterdrückung, welches den zu Recht schlechten Ruf Preussen  begründete.

Diese Kirche war der Ort, an dem am Tag von Potsdam  die alten feudalen Eliten Preussens ihr Bündnis mit der  nationalsozialistischen Bewegung durch den berühmten Händedruck zwischen  Hitler und Hindenburg besiegelten. Später kündigten die alten  preussischen Eliten das Bündnis auf, als sie erkannten, dass der Tag  sich näherte, an dem die Rote Armee ihre ostpreussischen Güter  überrennen würde. Die von ihnen gestellten Offiziere, eine Bande  ausgewiesener Antisemiten und Massenmörder, die im Potsdamer  Infanterieregiment 9 dienten, versuchten am 20. Juli 1944 Hitler mit  einem dilettantisch durchgeführten Bombenattentat zu töten. Ihr  Scheitern bedeutete oft ihr Todesurteil. Dieser Machtkampf zwischen  traditionellen preussischen und neuen nationalsozialistischen Eliten  wird heute gern zum Widerstand umgelogen. Weil die Garnisonkirche die  Regimentskirche des Infanteriregimentes 9 war, wird sie im gleichen Zug  als Ort des Widerstandes bezeichnet.

Am 40. Jahrestag der  Sprengung soll nun am ursprünglichen Standort der Garnisonskirche die  "Stiftung Garnisonkirche Potsdam" gegründet werden. Die Stiftung wird  den Wiederaufbau der Garnisonkirche organisieren und finanzieren.  Dieserer Stiftung gehören unter anderem die evangelische Kirche, die  Stadt Potsdam und die "Stiftung Preußisches Kulturerbe" an. Ihr  Schirmherr ist der brandenburgische Innenminister Jörg Schönbohm ist.  Selbst ernanntes Ziel der neuen Stiftung ist es, einen "Ort der  Versöhnung" zu errichten. Angedacht ist eine Dauerausstellung zum Thema  20. Juli 1944 und dem angeblichen Widerstand preußischer Offiziere gegen  das NS-Regime.

Geplant war zudem, die Kirche als ein  Versöhnungszentrum zu nutzen, das von einer eigenen Stiftung unterhalten  werden soll. Inzwischen hat die Kirche signalisiert, auch auf das  ohnehin nur als Alibi vorgesehene Nagelkreuz von Coventry zu verzichten,  welches den Preußenadler auf der Kirchturmspitze ersetzen sollte. Denn  die bisher gesammelten 300.000 Euro der Kirche sehen gegenüber den von  der "Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel" (TPG) gesammelten  ca. 7 Millionen eher spärlich aus. Diese hatte die TPG allerdings  mitgenommen, als sie das gemeinsame Projekt im Streit verließ. Die TPG,  welche aus dem Umfeld eines westdeutschen Fallschirmspringerbataillon  entstand, stieß das Projekt des Wiederaufbaus bereits Mitte der 80er mit  der Geldsammlung für das Glockenspiel der Garnisonskirche an. Die  Forderungen der TPG nach einem Verbot von feministischen Pfarrerinnen,  homosexuellen Trauungen und Kirchenasyl in "ihrer" Kirche führte zum  Bruch mit der evangelischen Kirche. Doch scheinen die übrig gebliebenen  Organisationen nun gemerkt zu haben, dass mit Wischiwaschirevisionismus  kein Geld zu holen ist. Durch ihre finanziellen Mittel kann die TPG  Stück für auf informellem Wege ihre Forderungen durchsetzen, welche  einen noch reaktionäreren Charakter haben, als es der Wunsch nach dem  Wideraufbau der Garnisonkirche ohnehin schon ist.

Preußen ist  nicht sexy!

Der Wiederaufbau der Garnisonskirche ist jedoch nur  das Flaggschiff der Preußenrenaissance. So wird in Potsdam gerade an der  Neuauflage des Preußischen Toleranzedikts gearbeitet, und der  Wiederaufbau des Stadtschlosses ist im vollen Gange. Dass diese  Renaissance über Potsdams Grenzen hinaus von Bedeutung ist, sieht man  beispielsweise am Süddeutsche Magazin. Dieses widmete dem Thema eine  ganze Ausgabe unter dem Titel „Preußen ist sexy“.

Aber Preußen  ist weder sexy, noch tolerant oder glamourös. Es steht für eine  rücksichtslose Politik des Herrschaftsanspruches, Zwang zur  Obrigkeitshörigkeit, Disziplinierung und Militarismus. Der Preußenhype  wird getragen von Menschen mit reaktionären Gesellschaftsvorstellungen.  Aber wir haben keinen Bock auf Preußen! Wir sind für eine selbst  bestimmte, freie Gesellschaft ohne Geschichtsrevisionismus,  Disziplinierung und das Abfeiern autoritärer Gesellschaftsstrukturen!

In  diesem Sinne: Preußen war, ist und bleibt scheiße!

Das wollen  wir am 23. deutlich zeigen und gleichzeitig praktische Architekturkritik  feiern!

&lt;strong&gt;DEMO // 23.JUNI // 16.30 UHR am GLOCKENSPIEL  (DORTUSTRASSE)&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-5626395652935165966?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/5626395652935165966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2009/06/am-23.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/5626395652935165966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/5626395652935165966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2009/06/am-23.html' title='Preußische Toleranz'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBzmx7kXenI/AAAAAAAAAAk/rV09XaiBfLw/s72-c/preussen_plakat_08.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-9111788603561301164</id><published>2007-06-01T08:51:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T09:45:13.059-07:00</updated><title type='text'>Veranstaltung:Antisemitismus und Antizionismus in der KPD der Weimarer Republik (1925-1933)</title><content type='html'>&lt;h2&gt;Vortrag, 12. Juni 2007
&lt;/h2&gt; &lt;strong&gt;Antisemitismus und Antizionismus in der KPD der Weimarer  Republik (1925-1933)&lt;/strong&gt;
Vortrag und Diskussion mit Olaf  Kistenmacher (Historiker/Hamburg)&lt;p align="justify"&gt; Antizionismus - das  scheint ein neueres Phänomen zu sein. Wenn Israel mit Nazideutschland  gleichgesetzt wird, wenn vom "israelischen Faschismus" die Rede ist oder  Israel zur Inkarnation des Imperialismus erklärt wird, dann wird das  zumeist mit der aktuellen Politik der israelischen Regierung  "begründet", bestenfalls noch mit den Ergebnissen des Sechstagekriegs  von 1967. Ein Blick zurück in die 1920er Jahre zeigt jedoch, dass  bereits zwanzig Jahre vor der Staatsgründung Israels in der "Roten  Fahne", der Tageszeitung der KPD, antizionistische ebenso wie  anti-jüdische Bilder geprägt wurden: "Juden" galten meist als  Kapitalisten, als mächtig und habgierig. Folglich galt der Zionismus als  Vorstoß des Kapitalismus und Imperialismus. Die Siedler und die alten  jüdischen Gemeinden im britischen Mandatsgebiet Palästina wurden  gleichermaßen als Feinde der werktätigen arabischen Völker dargestellt,  "jüdische Faschisten" wurden mit den Nationalsozialisten gleichgesetzt,  die am Ende der Weimarer Republik Kommunisten auf der Straße ermordeten.  Damit war in der KPD das Urteil über Israel bereits gefällt, bevor es  den Staat Israel gab.

Dieser Antizionismus der KPD hat die  antizionistische Haltung der DDR, die bis 1990 den Staat Israel nicht  anerkannte, vorbereitet. Im Namen des Antizionismus' sind nach 1945  Tausende von Menschen in der der Sowjetunion und der DDR verfolgt,  inhaftiert und ermordet. Generell hat der 'Antizionismus' dafür gesorgt,  dass Antisemitismus nicht nur in der radikalen Rechten bestand, sondern  unter dem Deckmantel des Antiimperialismus und der Kapitalismuskritik  auch in der Linken weiterbestehen konnte. Eine linke Selbstkritik, zu  der hier ein Beitrag geleistet werden soll, kommt um die Befassung mit  der eigenen, auch weit zurückliegenden Geschichte nicht herum.

Präsentiert  von: madstop&lt;/p&gt; KUZE &gt;&gt; Hermann-Elflein-Straße 10 &gt;&gt; 20  Uhr&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-9111788603561301164?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/9111788603561301164/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2007/06/veranstaltung-antisemitismus-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/9111788603561301164'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/9111788603561301164'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2007/06/veranstaltung-antisemitismus-und.html' title='Veranstaltung:&lt;br&gt;Antisemitismus und Antizionismus in der KPD der Weimarer Republik (1925-1933)'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-8226369652555300230</id><published>2007-02-01T09:46:00.000-08:00</published><updated>2010-06-19T09:48:22.571-07:00</updated><title type='text'>Hedonismus statt Preußen!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz0fWZRqSI/AAAAAAAAAAs/Gnc_9bnXe5A/s1600/preussen_bekanntmachung.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 283px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz0fWZRqSI/AAAAAAAAAAs/Gnc_9bnXe5A/s400/preussen_bekanntmachung.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484527265655138594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Pressemitteilung&lt;p align="justify"&gt; Am Sonntag, dem 25. Februar  2007, jährt sich zum 60. Mal die Auflösung des Staates Preußen. Preußen  ist und bleibt ein Synonym für Militarismus, Zwang und Unterdrückung.  Die preußischen Eliten haben am Tag von Potsdam feierlich ihr Bündnis  mit den Nationalsozialisten besiegelt. Dennoch - oder deswegen - feiert  die Verherrlichung des Preußentums gerade in Potsdam fröhlich Urstände.  Ob es um die Geburtstagsfeierlichkeiten für Friedrich II., den  Wiederaufbau der Garnisonkirche oder des Stadtschlosses geht: wenn  Preußen bejubelt, verharmlost, verkitscht werden soll, dann gibt es -  frei nach Friedrich Wilhelm II. keine Parteien mehr, dann gibt es nur  noch Deutsche. Angesichts dessen sieht sich das "Bündnis Madstop"  veranlasst, im öffentlichen Raum an die Auflösung Preußens zu erinnern.  Im Rahmen einer Plakataktion wird der Beschluss des Alliierten  Kontrollrates, mit dem die Existenz Preußens am 25. Februar 1947  endgültig beendet wurde, noch einmal öffentlich bekannt gemacht werden.  Die Präambel des Beschlusses, die auf wenigen Zeilen alles  zusammenfasst, was zu jedweder Preußennostalgie gesagt werden muss,  lautet:
&lt;em&gt;„Der Staat Preußen, der seit jeher Träger des  Militarismus und der Reaktion in Deutschland gewesen ist, hat in  Wirklichkeit zu bestehen aufgehört. Geleitet von dem Interesse an der  Aufrechterhaltung des Friedens und der Sicherheit der Völker und erfüllt  von dem Wunsche, die weitere Wiederherstellung des politischen Lebens  in Deutschland auf demokratischer Grundlage zu sichern, erlässt der  Kontrollrat das folgende Gesetz:
Artikel I. Der Staat Preußen, seine  Zentralregierung und alle nachgeordneten Behörden werden hiermit  aufgelöst.(...) “&lt;/em&gt;

Aber natürlich ist die Auflösung Preußens  in erster Linie ein fröhliches Datum. Deswegen wird am 24. Februar im  Studentischen Kulturzentrum in den Jahrestag hineingefeiert. "Preußen  kaputt - Wir machen Musik". Bei DJ’s und Drinks kann die  antipreußischste Lebenshaltung, die sich denken lässt, ausgelebt werden:  Hedonismus. &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-8226369652555300230?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/8226369652555300230/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2007/02/hedonismus-statt-preuen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/8226369652555300230'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/8226369652555300230'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2007/02/hedonismus-statt-preuen.html' title='Hedonismus statt Preußen!'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz0fWZRqSI/AAAAAAAAAAs/Gnc_9bnXe5A/s72-c/preussen_bekanntmachung.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-9019655139849567532</id><published>2007-01-20T09:55:00.000-08:00</published><updated>2010-06-19T10:17:52.226-07:00</updated><title type='text'>Preußen kaputt - Stadtschloß kaputt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz63r-A7QI/AAAAAAAAAA0/jQ-EapSeREk/s1600/preussen_kaputt_small.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 400px; height: 282px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz63r-A7QI/AAAAAAAAAA0/jQ-EapSeREk/s400/preussen_kaputt_small.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484534280833002754" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;
Potsdam: Preußen bleibt Scheiße&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;p align="justify"&gt;Gegen das  300jährige Jubiläum Preußens, d.h.preussischen Königtums, im Jahr 2001  demonstrierte die AAPO (Antifaschistische Aktion Potsdam) gemeinsam mit  der Kampagne gegenWehrpflicht, Zwangsdienste und Militär und anderen  längstverschwundenen linken Gruppen unter dem Motto: "Preussenbleibt  Scheiße!". Seit damals hat sich nichts zum Besserengewendet. Mit der  PDS ist die Endstufe der staatsfixierten deutschen Arbeiterbewegung mit  fliegenden Fahnen in das Lager derjenigenübergelaufen, die mit der  Wiedererrichtung preussischer Macht-und Repräsentationsbauten die  Erinnerung daran auslöschenwollen, das Preußen, aus gutem Grund, einmal  Geschichte ward. DieZerfallsprodukte der Potsdamer "autonomen"  Linken sind fieberhaftmit dem Restaurieren der eigenen Identität  beschäftigt und sehen die Fahnen der Alliierten der Antihitlerkoalition - das Symbol des siegreichen Kampfes gegen den Nationalsozialismus und  die peinigende Erinnerung daran, dass Befreiung nur "von  außen"möglich war - als Zeichen des Bösen an. Wir dokumentieren hier  (leicht gekürzt) den Aufruf zur damaligen Demonstration. Einiges würden  wir heute anders schreiben - an das theoretische Niveau anzuschließen  und eine entsprechende Praxis zu entwickeln, sehen wir als unser Ziel  an.

Bündnis Madstop&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;

Als die frisch gewählte NS-Regierung  am 21. März 1933 mediengerecht die "Versöhnung des preussischen  Geistesmit der neuen Bewegung" inszenierte, war die Vollendung  desd eutschen Sonderweges besiegelt. Der Händedruck von Hitlerund  Hindenburg als Vertreter des preussischen Adels symbolisiertedas Bündnis  zwischen preussischen Nationalkonservativen und Nationalsozialisten, das  Aufgehen Preussens im "DritteReich". Nur allzu gut demonstrierte dieser  propagandistische Staatsakt die Kontinuität und Brauchbarkeit  preussischer Tugenden im Zweiten Weltkrieg und im neuen Volks- und  Staatsprogramm Holocaust. Deswegen konnte sich im postfaschistischen  Deutschland auf Preussen spätestens nach seiner 1947 erfolgten  Auflösung durch die Alliierten und lange Zeit nicht mehr positiv  berufen werden. Während Vertriebenenverbände und andere deutschnationale  Organisationen nicht müde wurden, neben Gesamtpreussen auch den Verlust  preussischer Identität zubejammern, erhielt die Preussenrenaissance erst  mit der Wiedervereinigung Deutschlands Relevanz. Mit großem Pomp wird  nun der 300. Jahrestag der Selbstkrönung Friedrich III., Kurfürst von  Brandenburg,zu Friedrich I., König von Preußen, begangen undfleißig an  der Geschichte vom anderen, aufgeklärtenPreussen und seinen Tugenden  gebastelt. Wieder einmal wird die deutsche Fähigkeit unter Beweis  gestellt, Geschichte neu zu schreiben. Der autoritäre Militärstaat soll,  mit frischem Glanz und einem Toleranzsiegel versehen,  positiveBezugspunkte für die nationale Identitätsstiftungliefern. So  wird die Geschichte zum "Erbe", das in der aktuellen Diskussion um  Rechtsextremismus und Alltagsrassismus als Toleranzquell gegen den  rassistischen Mob auf der Straße pädagogischen Zwecken dienen soll.  Militarismus wird zueiner universalen Erscheinung der Moderne, wenn auch  ein Übelso doch ein notwendiges, dass in allen Staaten, besonders  währendderer Enstehung, wirkungsmächtig war.

Die preussischen  Werte,
... wahlweise auch Tugenden genannt, gelten als das  Vermächtnis Preussens. Disziplin, Sauberkeit und Gehorsam gab es aber  weder nur in Preussen, noch sind sie Ergebnis bloßer Ideologieproduktion.  Vielmehr sind diese "Tugenden" dem frühkapitalistischen Ideologiegebäude  "Protestantismus"entlehnt. Der Rest ist eine Mischung  aus Exerzierreglement und Grundsätzen lokaler Wirtschaftsförderung. Die  preussischen Tugenden als ein tragendes Element des preussisch-deutschen  Nationalismus werden erst seit dem frühen 19.Jahrhundert beschworen.  Sie dienten als eine Art Herrenmenschenideologie und als Erwiderung auf  das Menschenbildder französischen Revolution, das von Südwesten hernach  Deutschland getragen wurde. Das, was heute als preussische Tugenden  verwertet wird, ist historisch in einem militaristischen Staatsgebilde  entstanden. Die Armee war in Preussen nicht der Staat im Staate, sondern  sie war der Staat; und der preussische Unteroffizier als Träger  ebendieser militärischen Eigenschaften war die bestimmende Instanz des  zivile Lebens. Dabei wurden die Untertanen durch stetige Androhung von  Gewaltund Strafe dazu gezwungen, dieses männerbündische System zu  unterstützen. Preussen ist der Inbegriff von Kategorisierung von  Menschen anhand von Tauglichkeit und Wehrhaftigkeit. Alles, was nach  dessen Definition als "unmännlich" und damit untauglich galt, wurde der  Verachtung preisgegeben. Als Strafe für eine diesbezügliche  Unverwertbarkeit musste Steuergeld entrichtet werden; und wer sich der  Wertevermittlung durch das preussischen Militärstaates durch Desertion  zuentziehen suchte, dem wurde schnell verdeutlicht, was es heißt, sich  der Gemeinschaft zu verweigern. Preussen war Vorbild bei der späteren  Gründung des deutschen Reiches und dessen ideologischer Konstruktion.  Die dem Militär typische Unterscheidung von "Tauglichen"und  "Untauglichen" bildet dementsprechend auch heute noch eine  Demarkationslinie für die unterwürfige StaatsbürgerIn, anhand derer die  Feinde der Nation beliebig neu definiert werden können. Denn die  Abgrenzung gegen das vermeintlich Andere bildet die Grundlage für  nationale Identität. Die preussischen Werte werden einerseits als  Codefür alle nicht dem deutschen Leitbild entsprechenden Menschen und  andererseits als Integrationspunkt für diejenigen benutzt, die nach der  deutschen Auslese übrigbleiben. Eine solche Projektion des negierten  Selbstbildnisses auf andere Menschen ist zum Beispiel in den in  (Ost-)Deutschlandgrassierenden antipolnischen Vorurteilen deutlich zu  erkennen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Heute sieht sich Deutschland zum Existenzkampf  gefordert; Globalisierung und Europäisierung konfrontieren die autoritären  Deutschen mit einem Verlust an gewohnten Machtstrukturen und  territorialer Identifikation.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Diesem "Werteverfall" wird die  Rückkehr zu den gutenalten deutschen Tugenden entgegengehalten. Dass ein  Bezug geradeauf Preussen hergestellt wird, verwundert allerhöchstens  aufden ersten Blick. Die Werte und Tugenden, auf die sich hierbezogen  wird, entsprechen zuallererst der Fähigkeit derDeutschen, sich  einerseits unterzuordnen und andererseits allem Nichtdeutschen und  Nichtverwertbaren die Integrationsgrenzen - wenn nötig, auch tätlich -  darzulegen. Zudem sind die preussischen Werte hervorragend als  ideologische Grundlage für den "schlanken Staat" geeignet. Die  Standortlogik verlangt einerseits nach Rückbau des Sozialsystems und  andererseitsnach einer schlagkräftigen Staatsgewalt, um den Folgen  derVerarmung Herr zu werden. Das Wertgefühl als Deutscher und damit als  Teil der Autorität muss deshalb so wichtig fürdie eigene Identität sein,  dass sich der Einzelne dem System nicht verweigert.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Gerade bei dem  was die Politik als Jugendprobleme ansieht, sei es Neonazismus,  Kleinkriminalität oder illegalen Graffities, wird von Parade Preussen á  la Schönbohm gerne aufeinen angeblichen Mangel an preussischen Tugenden  verwiesen. Eine entpolitisierte Ursachenforschung lässt es zu, dass alles  in einen Topf geschmissen wird. So macht es dann auch keinen wesentlichen  Unterschied mehr, ob ein Sprayer die Rokokofassade verziert oder  Nazi-Schläger AsylbewerberInnen zusammenschlagen. Der weiteren  autoritären Zurichtung im Sinne Preussens, im zweiten Fall wahrscheinlich  der Opfer, steht dann nichts mehr im Wege.

Selektion und  selektive Wahrnehmung&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Die preussische Geschichte ist in letzter Zeit  zu einemi deologischen Selbstbedienungsladen geworden, in dem jeder  nach seiner Facon selig werden kann. Seit neuestem werden nämlich die  guten Seiten des Königreichs auch einzeln verramscht. Wenn sich in der  Vergangenheit Preussenjubelei anbahnte, war die politische Ausrichtung  klar und deutlich: das ganze Königreichmusste es sein. Alle es  konstituierenden Elemente wurden zu"guten Seiten", von den  protestantischen Werten bis zum Militarismus. Neben dieser klassisch  konservativen Aneignung, macht sich eine weitere selektive Wahrnehmung  breit: immer häufiger wird Preussen - dank des vermeintlich  aufklärerischen Wirkens seiner Herrscher - als Hort der Toleranz  dargestellt. Eine Ansicht, die als Argument eben gerade noch  ausschließlich der Abwehr etwaiger Kritik an dem einseitigen  Geschichtsbild diente, und trat deshalb nur im Zusammenhang mit dessen  aggressiver Bewunderung auf. Der Toleranzmythos besitzt mittlerweile  eine aktuellere Funktion. Wer vom toleranten Preussen redet, ist  schnell beim "Toleranten Brandenburg" und hat die Affirmation heutiger  Verhältnisse im Sinn. Aus kritischer Sicht lohnts ich also ein Vergleich:  Einwanderung-, Flüchtlings- bzw.Minderheitenpolitik waren damals  genauso wenig wie heute humanistisch motiviert.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Ins Land gelassen  wurde damals nur, wer von Königs Gnade war. Und das waren nur  arbeitstüchtige Protestanten; aufmärkischem Sand sesshaft werden durften  die, welche vonmeist unmittelbar ökonomischen Nutzen waren. Der  Übergang von Feudalismus zur kapitalistischen Produktion bedurfte einer  Regulierung; die Bildung staatlicher Strukturen wurde notwendig.Ob  hugenottische Handwerker, böhmische Weber oderholländische Meliorateure,  sie wurden ins Land geholt, umbestimmte Funktionen im  Modernisierungsprozess zu besetzen, für die die einheimische, Ackerbau-  und Viehzucht betreibende Bevölkerung zu unqualifiziert war. Abgesehen  von den unmittelbar ökonomischen spielten andere Motivationen eine  Nebenrolle: Nicht nur dass die Einwohnerzahlen für das dünn besiedelte,  stadtarme Land erhöht wurden (d.h. mehr Steuereinnahmen, von denen bis zu  85% wiederfür die Armee ausgeben wurden); die Einwanderer brachten neben  der Kartoffel überhaupt etwas Zivilisation mit. Am Hof sprach seine  Majestät französisch und hielt sich ein paar Afrikaner als leibeigene  "wilde Exoten". Doch nicht nur sie waren zwangsweise im Dienste des  Hofes. So auch viele Soldaten; welche ebenso wenig freiwillig kamen wie  sie blieben: von ihren Familien verschleppt wurden sie unter Androhung  von Gewalt an einer Desertion gehindert.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Wie tolerant es tatsächlich  zuging, zeigte sich in derBehandlung der jüdischen Bevölkerung;  diskriminiertdurch Berufs -und Siedlungsverbote, konnten  ausschließlich jene ein Auskommen finden, die in der Lage waren,  Schutzgeld zuzahlen. Sie wurden trotz steigender  Zahlungsforderungen schikaniert; Erb- und Geburtsrecht waren soweit  eingeschränkt, das seine Majestät praktisch jederzeit das Recht hatte,  ihre Duldung für beendet zu erklären. Die armen anderen, sogenannte  "Betteljuden", wurden gnadenlos ausgewiesen. Mit der missglückten  bürgerlichen Revolution 1848 scheiterte auch die jüdische Emanzipation,  und damit trat auch der Antisemitismus auf die politische Bühne; da  halfen auch keine formalen Aufhebung beruflicher und  religiöser Beschränkungen. Er hatte sich schon lange als  Alltagskultur entfaltet, die Ausgrenzung erfolgte nun informell auf  allengesellschaftlichen Ebenen. Der weitere, dennoch nicht  zwangsläufige, geschichtliche Verlauf ist bekannt.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Toleranz bedeutet  immer, dass aus einer Machtposition heraus etwas Anderes geduldet wird.  Sie stellt somit ein Herrschaftsverhältnisdar, in welchem das Dominante  die Möglichkeit besitzt, überdas Schicksal des zu [Er]duldenden zu  entscheiden. Im absolutistischen Preussen war die richtende Instanz  die edikterlassende und -aufhebende Königsperson, im heutigen föderalen  Brandenburg ist es neben der Staatsmacht deren außerparlamentarische  Konkurrenz in Form eines völkischen Alltagsbewusstseins.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Jeder  Dorfnazi fühlt sich wie der König von Deutschland, wenn er im Auftrag  eines keineswegs nur vermeintlichen Volkswillens, die  Existenz(berechtigung) alles "Undeutschen" praktisch in Frage stellt;  z.B. das Leben von Asylbewerber/innen, dass nebenbei auch von staatlicher  Duldung durch die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung abhängt.  Abgedrängt inabgelegene Lager, werden sie mittels dem in  Brandenburgmiterfundenen Asylbewerberleistungsgesetzes und der  Residenzpflicht im gesellschaftlichen Abseits gehalten. Auch das  kürzlich formal aufgehobene Arbeitsverbot stellt keine wirkliche  Verbesserung dar, sondern legalisiert nur einen jahrzehntelanges  Faktum: Drecksarbeit zuerst für Nichtdeutsche. Ebenso weist die aktuelle  Debatte um ein zukünftiges Einwanderungsgesetz in die ökonomistische,  preussische Richtung: eine Regulierung der Immigration soll nach  demographischen und arbeitsmarktfunktionalen Anforderungen erfolgen.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Das  können die Nazischläger nicht begreifen. Anstatt ihre Toleranzgrenze  zwischen den Ausländern "die uns nützen und denen, die uns ausnützen" zu  ziehen, richten sich ihre Selektionskategorien nach  nationalsozialistischem Vorbild, welches im Jahr 1842 durch das in  Preussen eingeführte Blutrecht auf den deutschen Sonderweg gebracht  wurde. Pogrome sind trotzdem unpreussisch; der absolute Staat braucht  eine auf ihn ausgerichtete Gewissenhaftigkeit, also Beamtentum,  ehrenamtliches Engagement kann sich bei der Denunziation von vermutlich  illegalen Flüchtlingen nützlich machen. Wer über die Stränge schlägt und  den ordentlichen Staatsablauf tatsächlich oder symbolisch gefährdet,  der wird diszipliniert- auch wenn er es, wie der gemeine Nazischläger,  "gut gemeint" hat.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Noch einmal: Wer von preussischer Toleranz redet,  der lügt, egal warum; ob diese Legendenbildung nun einen positiven  Bezugauf die deutsche Geschichte ermöglichen soll oder sichgleich mit  dem aktuellen Status quo versöhnt. Das einzige,was von preussischer  Toleranz nachhaltig gewirkt hat und aufgrundeines unvollzogenen Bruchs  mit der Geschichte dementsprechend intradierter Form auch heute  wirkungsmächtig ist, war deren Ambivalenz.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Wenn Toleranz als Mittel  gegen sogenannte "Fremdenfeindlichkeit" beschworen wird, dann ist alles  zu spät. Denn ihre Realisierung benötigt die Anderen, um sie zu dem  Anderen zumachen. So gemeint muss das Andere fremd bleiben. Ein  Zustand tatsächlicher Toleranz kann aber nur durch die Abschaffung des  durch den Begriff beschriebenen Verhältnisses realisiert werden. Dieses  theoretische Paradox bedingt den bewussten Bruch mit dem Bestehenden und  seiner Geschichte; praktisches Engagementfür Toleranz muss  konsequenterweise antipreussisch und intolerant sein.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
Der Bezug auf  preussische Werte ist eine Manifestation des Ordnungs-, Gehorsams- und  Gewaltdenkens in der deutschen Mentalitätsgeschichte und muss politisch  bekämpft werden! Das Gegenteil protestantisch-preussischer Werte sind die  Muße, das Sich-Gehen-Lassen-Können, die Abneigunggegen Hierarchien, die  Verspottung der Obrigkeit, die Geringschätzung jeglicher Arbeit und die  Suche nach dem Genuss. Solidarität ist ebenfalls zutiefst  unpreussisch. Preussische Tugenden vertragen sich nicht mit der  Assoziation einer von Dominanz befreiten Gesellschaft.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;
... in diesem  Sinne:
&lt;strong&gt;Nie wieder Krieg! Nie wieder Nationalsozialismus! Nie  wieder Preussen!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-9019655139849567532?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/9019655139849567532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2007/01/preuen-kaputt-stadtschlo-kaputt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/9019655139849567532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/9019655139849567532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2007/01/preuen-kaputt-stadtschlo-kaputt.html' title='Preußen kaputt - Stadtschloß kaputt'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz63r-A7QI/AAAAAAAAAA0/jQ-EapSeREk/s72-c/preussen_kaputt_small.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3779642580507169302.post-7209111442663690901</id><published>2006-08-10T10:19:00.000-07:00</published><updated>2010-06-19T10:24:03.262-07:00</updated><title type='text'>Gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz8cPEsEPI/AAAAAAAAAA8/COEr4ZNaBMk/s1600/haendedruck_a3_plakat2006.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 283px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz8cPEsEPI/AAAAAAAAAA8/COEr4ZNaBMk/s400/haendedruck_a3_plakat2006.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5484536008243155186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am 9.November 2006 weiht die Fördergesellschaft für  den Wiederaufbau der Garnisonkirche e.V. eine „Versöhnungskapelle“ in  der Ausstellung über die Potsdamer Garnisonkirche ein. Nicht ganz ohne  Hintergedanken fiel die Wahl der InitiatorInnen auf eben dieses Datum  und die Errichtung einer christlichen Andachtsstätte in Verbindung mit  der Terminologie „Versöhnung“. Denn obwohl am 9. November vor 68 Jahren  der deutsche Mob in der „Reichskristallnacht“ seinen antisemitischen  Wahnvorstellungen freien Lauf ließ, feiern die Preußenliebhaber am 9.  November wieder selbstbewusst und „zu Recht“ die Versöhnung mit der  eigenen Geschichte und mit all jenen, die sie sich als Objekte der  Versöhnung ausgesucht haben. Propagiert werden nebenbei die Rückkehr zu  den preußischen Tugenden und die positive Bezugnahme auf Aspekte des  vermeintlich toleranten Preußens, heute Brandenburgs, und deren  Überführung in die Gegenwart. Disziplin, Sauberkeit und  (Kadaver-)Gehorsam waren und sind aber keine Tugenden, sondern sie  dienten in Preußen als eine Art Herrenmenschenideologie zuallererst der  Klassifizierung der Untertanen des Militärstaates anhand von  Tauglichkeit und Verwertbarkeit und zum Ausschluss der vermeintlich  Anderen. Tolerant war Preußen folglich nur gegenüber Menschen, die des  Königs Gnade besaßen oder sich diese erkaufen konnten und die dem Staat  einen ökonomischen Nutzen boten. Die jüdische Bevölkerung war in Preußen  solange akzeptiert, wie sie in der Lage war Schutzgelder zu bezahlen  und sich den Berufs- und Siedlungsverboten fügte- die so genannten  Betteljuden wies der tolerante Staat einfach aus.       &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;"&gt;Versöhnung bedeutet immer, dass der der Unrecht getan  hat seine Schuld anerkennt, den ersten Schritt auf den Gescholtenen zu  macht und in reflektierender Sprache darum bittet, dass das vorherige  „gute“ Verhältnis wieder hergestellt wird.
Im wiedervereinten  Deutschland spielt es aber scheinbar keine Rolle, ob die Zielobjekte des  deutschen Versöhnungswahns überhaupt willens sind- deutsche Politik war  schon zu oft total und umfassend, die Politik der Versöhnung ist es  auch und kommt dabei aber nicht über eine bloße Versöhnungsrhetorik  hinaus, sondern verharrt als Makulatur.
In der Verwandlung der  TäterInnen zu Versöhnungsfordernden, begierend nach Lobesworten, die  ihre neuerlich geschichtspolitische Festigung, demokratische Wandlung  und weltpolitische Verantwortung als Abkehr von Auschwitz huldigen,  entblößt sich vielmehr nur die fanatische Maske der Ewiggestrigen.
Nicht  „dieses“ Preußen sei es gewesen, dass Hitler zum Reichskanzler erhob,  denn dies baute ja immerhin auf einer humanistischen und  fortschrittlichen Tradition auf. Damit erscheint es dann natürlich auch  legitim, Hitler die Alleinschuld für den Zweiten Weltkrieg zu geben und  die Deutschen als fehlgeleitete Schafherde zu sehen, die ihre Unschuld  heute in Form einer Versöhnungskapelle zementiert.
Am 9. November  feiert man mit jenen, mit denen man einen Status Quo erreicht hat und  die es aufgegeben haben, sich gegen das deutsche Weinen um die Toten der  alliierten Angriffe und die schönen zerbombten deutschen Städte zu  wehren. Die Versöhnung mit ihnen wurde möglich durch die Inszenierung  der christlichen Ethik und Religion als „Völkerverständigendes“  Bindeglied und verbindende Tradition, im Konglomerat mit unmittelbaren  politischen Vorteilen und der Gewissheit, dass die anzuerkennende Schuld  weitaus weniger tiefgreifend und ohne finanzielle Folgen für  Deutschland ist. Das Schuldbekenntnis war nicht geeignet die neue, alte  nationale Identitätskonstruktion zu Fall zu bringen, sondern zog einen  historischen Schlussstrich. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;       &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;"&gt;Massenmord,  Vernichtung durch Arbeit, Zwangsarbeit, Quälereien und Demütigungen  entziehen sich jedoch dem Versöhnungsbegriff. Es wäre vermessen z.B.  jüdische Menschen, ehemalige ZwangsarbeiterInnen, Verfolgte aufgrund  ihrer sexuellen Orientierung oder Sinti und Roma mit diesem Ansinnen zu  konfrontieren, da dies einer Relativierung und Negierung der deutschen  Verbrechen gleich kommt. Weiterhin würde mit dem Versöhnungsritus  verwischt, dass in Deutschland nicht Toleranz und Akzeptanz, sondern  Ausschluss und Diffamierung durch die Mehrheitsgesellschaft eine  jahrhundertealte Tradition besitzen. Eben dieser Konstruktion und  Instrumentalisierung verweigern sich die Verfolgten, nicht nur des  Nationalsozialismus, aus gutem Grund: Sie sollen mundtot gemacht werden.
Der  viel gepriesene Entschädigungsfond ist als eine erneute  Demütigungsmaschinerie konzipiert- die AntragstellerInnen sind  verpflichtet einen „Opferbeweis“ für ein paar lächerliche deutsche  Almosen zu erbringen. Und damit können sie sich dann sogar noch zu den  vermeintlich Privilegierten unter den Verfolgten des Nationalsozialismus  zählen, andere Menschen werden so behandelt, als hätte es sie und ihre  Leiden nie gegeben. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;       &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;"&gt;Wir werden es nicht  akzeptieren, dass am  an einem Ort Versöhnung gefeiert wird, an dem am  21. März 1933 schon einmal das Wort Versöhnung unzweideutig fiel - &lt;em&gt;„die  Versöhnung des preußischen Geistes mit  der neuen Bewegung”&lt;/em&gt; –  inszeniert von Joseph Goebbels und mit Reichskanzler  Adolf Hitler in  der Hauptrolle.&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;       &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;"&gt;Wir gedenken am 9.   November deshalb all jenen, die nicht in das deutsche Konzept der  Aufarbeitung  der Geschichte passen!
Wir gedenken allen  Opfern des  deutschen Größenwahns - Ihnen gilt unserer Engagement.&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;       &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;[bündnis  madstop]
&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.ak-antifa.tk/"&gt;&lt;img src="http://free.pages.at/akantifa/madstop/imgs/ak_antifa_logo.jpg" alt="ak_antifa" border="0" height="17" width="70" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;       &lt;p align="right"&gt;&lt;strong&gt;Nie wieder Preussen!
Nie wieder Deutschland!
Und  für den  Kommunismus!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3779642580507169302-7209111442663690901?l=madstop-antifanews.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/feeds/7209111442663690901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2006/08/gegen-den-wiederaufbau-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/7209111442663690901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3779642580507169302/posts/default/7209111442663690901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://madstop-antifanews.blogspot.com/2006/08/gegen-den-wiederaufbau-der.html' title='Gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche'/><author><name>madstop</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_XX2YQuEbcGw/TBz8cPEsEPI/AAAAAAAAAA8/COEr4ZNaBMk/s72-c/haendedruck_a3_plakat2006.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
